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Die Google Webmaster Tools

Freitag, den 17. Juni 2011 um 08:35 Uhr

Ein kostenloses Werkzeug, dass jeder Webmaster nutzen sollte, sind die Google Webmaster Tools. Diese möchte ich heute kurz vorstellen. Dieser Artikel kann dabei keine umfassende Anleitung zur Nutzung dieses Tools geben, aber zeigen, welche Möglichkeiten es bietet. Weitere Informationen findet man auf der Hilfeseite bei Google. Die Funktionen werden durch Google ständig erweitert, so dass dieser Artikel auch nur eine Momentaufnahme ist. Es lohnt sich, regelmäßig nach neuen oder verbesserten Funktionen zu schauen.

Die Einrichtung der Tools ist denkbar einfach. Man muss sich über ein Google Konto anmelden, die zu betrachtende Website eintragen und auf der Website eine Datei ablegen, um zu beweisen, dass es die eigene Website ist. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten als die Datei, aber diese ist die einfachste. Hat man dies getan, steht der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Bei neuen oder wenig besuchten Seiten kann es eine Weile dauern, bis Daten angezeigt werden. Im folgenden werfen wir einen Blick auf die interessantesten Funktionen, aber es gibt noch einige mehr.

Google Webmaster Tools Dashboard

Im Dashboard sieht man die wichtigsten Daten im Überblick. Wie oft wurde die Website in den Suchergebnissen gezeigt, wie oft angeklickt? Gab es Probleme beim Indizieren der Website? Welches sind die wichtigsten Begriffe auf der Website? Welche Links zur Website gibt es? Diese Fragen werden hier auf einen Blick beantwortet. Insbesondere auf die Crawling-Fehler (Fehler beim Indizieren der Website) sollte man immer wieder mal einen Blick werfen, um Probleme frühzeitig zu erkennen.

Überblick über die Suchanfragen

Unter dem Menüpunkt "Suchanfragen" findet sich eine interessante Statistik, die man sonst nur sehr schwer ermitteln könnte. Neben den Klicks, die man auch in Google Analytics oder einen anderen Tool sehen könnte, wird hier auch angezeigt, wie oft die Seite in den Suchergebnissen gezeigt wurde (Impressionen). Aus den Impressionen und der Anzahl der Klicks lässt sich die Klickrate errechnen. Auch die durchschnittliche Position ist ein interessanter Wert an den man sonst nur schwer kommt. Die Statistik ist also eine gute Ergänzung zu den (hoffentlich) ohnehin eingesetzten Tools zur Trafficanalyse.

Linkstatistiken

Die Verlinkung der Website ist ein wichtiges Kriterium für das Ranking. Es gibt eine Vielzahl von Tools, die über die eingehenden Links informieren. Das Spektrum reicht von kostenlosen Tools bis hin zu teuren SEO-Suiten, von der Web-Anwendung über Firefox-Plugins bis hin zum Standalone-Tool. Auch Google selbst bietet bei der Suche mit "links:www.domain.de" eine Möglichkeit an, die Anzahl der Links zu einer Seite zu ermitteln. Die Werte sind aber meist völlig unbrauchbar. In den Webmaster Tools werden deutlich bessere Zahlen angezeigt. Hier sieht man wirklich jeden Link, den Google gefunden hat. Darüber hinaus erfährt man, mit welchen Linktexten die Seiten verlinkt sind und welches die am häufigsten verlinkten Seiten sind. So kompakt, ausführlich und schnell findet man die Daten mit kaum einem anderen Tool, schon gar nicht mit einem kostenlosen.

Keywords der Seite

Unter dem Navigationspunkt "Keywords" kann man erfahren, welche Keywords Google innerhalb der Website für wichtig und welche einzelnen Seiten Google jeweils für passend hält. Hier sollten natürlich Begriffe, die zum Inhalt der Website passen, ganz oben stehen und nicht etwas "In den Warenkorb", "Jetzt kaufen" oder ähnliches. Hier kann man gut erkennen, ob die Onpage-Optimierung in die richtige Richtung führt.

Crawl-Statistiken

Auf die Crawling-Statistiken sollte man auch regelmäßig einen Blick werfen. Bei dieser Funktion kann man erkennen, wie "gerne" der Google Bot die Website besucht. Es wird angezeigt, wie viele Seiten der Crawler sich pro Tag geholt hat, welche Datenmenge er dabei übertragen hat und wie lange das Herunterladen gedauert hat. Werden plötzlich nur noch wenige Seiten heruntergeladen oder sind die Ladezeiten sehr lang, sind das Signale, denen man unbedingt nachgehen sollte. Auf der anderen Seite kann man sich freuen, wenn Google nach bestimmten Änderungen deutlich mehr Seiten herunterlädt. Das deutet darauf hin, dass man etwas richtig gemacht hat und Google die Website mag.

HTML-Vorschläge

Beim der Funktion "HTML-Vorschläge" gibt Google konkrete Hinweise zur Verbesserung der Website (Onpage-Optimierung). Insbesondere zu den Meta-Beschreibungen und zu den Seitentiteln gibt es hilfreiche Vorschläge. Nicht alle müssen unbedingt umgesetzt werden, um die Site gut zu platzieren. Es lohnt sich aber ein genauer Blick auf die Angaben, um dann eventuell Maßnahmen zu ergreifen oder den Vorschlag unberücksichtigt zu lassen. Besonderen Wert sollte man auf die Hinweise zum Title-Tag legen, denn dies ist für die Onpage-Optimierung sehr wichtig. Die Meta-Beschreibung hat für das Ranking hingegen keine große Bedeutung, aber ggf. für die Klickrate.

Website Geschwindigkeit

Ein Kriterium welches für die Bewertung einer Website immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Geschwindigkeit. Auch hierzu macht Google in den Webmaster Tools genaue Angaben und zeigt, ob Handlungsbedarf besteht. Man erfährt hier sehr schnell und einfach, ob die betrachtete Website eher zu den schnellen oder zu den langsamen gehört. Hat die Website Geschwindigkeitsprobleme, dann kann man sich hier direkt das Browser-AddOn Page Speed installieren, dass konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt.

Die Google Webmaster Tools sind aus unserer Sicht ein unverzichtbares Werkzeug, wenn man eine Website pflegen und Suchmaschinenoptimierung betreiben will. Auf Grund der Marktführerschaft von Google ist meistens eine gute Platzierung bei dieser Suchmaschine das Ziel. Darum sollte man auch alle Möglichkeiten nutzen, die Google bietet. Google verrät zwar nicht, worauf es ankommt, aber die Werte in den Webmaster Tools sind deutliche Hinweise.

Der Vollständigkeit halber soll noch erwähnt werden, dass auch Bing mit dem Webmaster Center und Yahoo mit dem Site Explorer ähnliche Werkzeuge zur Verfügung stellen.