23. Februar 2011 FPW

Linkbuilding – wie geht das?

Hat man eine neue Seite ins Internet gestellt – sei es die Seite zum Hobby, eine Firmenpräsentation, ein Onlineshop – so hat man zunächst ein Problem. Niemand außer man selbst kennt diese Seite. Das ist schlecht, denn so kommt niemand auf die Website, erfährt nichts über das Angebot und kauft natürlich auch nichts. Besucher müssen her. Die kommen entweder über bezahlte Werbung oder über die Ergebnisse der Suchmaschinen. Die neue Seite muss bei den wichtigen, thematisch passenden Begriffen nach vorne. Wie geht das? Die SEOs sind sich darüber einig, dass Links zu einer Website eine entscheidende Rolle spielen. Anzahl, Wert und Text dieser Links bilden zusammen mit hunderten anderen Kriterien die Basis für die Platzierung (neudeutsch: Ranking) der Seite bei Google oder anderen Suchmaschinen. Dieser Artikel soll ein paar Hinweise dazu geben, wie man an die begehrten Links kommt.

Die Links kommen leider nicht von alleine. Man muss dafür arbeiten. Sucht man ein bisschen im Internet zu den Themen Linkaufbau, Backlinks oder Linkbuilding findet man auch schnell Angebote, die für einen mehr oder weniger hohen Betrag automatisch ganz tolle Links (PR6 und mehr) versprechen. Finger weg von solchen Angeboten! Entweder man macht sich selbst die Arbeit oder man nimmt Geld in die Hand und beauftragt einen ordentlichen SEO. Pauschalangebote, welche auch noch mit PR und großen Linkmengen werben, können eher schaden als nutzen. Google wird es nicht für einen natürlichen Linkaufbau halten, wenn plötzlich große Mengen von Links von eher windigen Sites auf eine ganz neue Website zeigen. Und schon hat man das erste Problem.

Auch automatische Linktauschseiten sind bei Google nicht gerne gesehen, so dass man auch davon lieber die Finger lassen sollte. Besser, und vor allem richtlinienkonform, sind natürlich manuelle Linktausche. Sprecht Webmaster an, die thematisch passende Seiten haben und bittet um Verlinkung. Gewährt ihnen im Gegenzug einen Link von Eurer Seite. Reziproke, also gegenseitige Verlinkung hin oder her. Das wird viel diskutiert. Lieber am Anfang ein paar reziproke Links als gar keine.

Eine weitere Möglichkeit an Links zu kommen sind Webverzeichnisse oder Webkataloge. Hier können Webmaster ihre Seite anmelden. Diese wird dann von den Katalogbetreibern geprüft und freigeschaltet. Meist geht die Eintragung recht schnell. Man gibt den Titel, eine Beschreibung und noch einige Kontaktdaten an und fertig. Dann wartet man auf die Freischaltung, welche beliebig lange dauern kann. Für diese Arbeit gibt es Software oder “Dienstleister”, die diese Anmeldung bei hunderten Katalogen für einen bestimmten Geldbetrag vornehmen. Auch das ist nicht empfehlenswert. Die Anmeldung sollte immer manuell erfolgen und mit verschiedenen Beschreibungen. Die gleiche Beschreibung in hunderten Katalogen ist doppelter (oder besser hundertfacher) Content. Das mag Google nicht und es schadet somit den Katalogen und somit auch der eigenen Website. Die Kataloge sollte man sich genau anschauen, um zu sehen, ob sich die Arbeit der Anmeldung lohnt. Folgende Kriterien sollte man beachten:

  • Mag Google den Katalog? Nur wenn Google den Katalog auch im Index hat, nützen die Links daraus etwas. Anzahl der vorhandenen Katalogeinträge und Anzahl der Seiten im Google-Index sollte in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
  • Wird der Katalog gepflegt? Wenn der neueste Eintrag mehrere Monate alt ist, kann man sich den Eintrag sparen.
  • Verlinkt der Katalog richtig auf die eingetragenen Seiten? Nofollow oder nicht nofollow ist aus unserer Sicht egal. Zu einem natürlichen Linkaufbau gehört beides. Wichtiger ist zu klären, ob der Katalog direkt verlinkt oder über eine Weiterleitungsseite. Ist letzteres der Fall, dann Finger weg. Das kriegt man am besten mit einem Blick in den Quelltext raus.
  • Verlangt der Katalogbetreiber Geld für den Eintrag? Das ist nicht unbedingt schlecht, aber der Katalog muss schon herausragend sein, wenn man dafür bezahlen soll. Es gibt nämlich genug kostenlose gute Kataloge. Ein Backlink zum Katalog oder zu einer anderen Seite ist als “Bezahlung” aber okay.

Die Seite sollte in den Katalogen mit verschiedenen, sinnvollen Linktexten verlinkt sein. Es macht wenig Sinn überall nur den Firmennamen oder überall nur das gleiche Keyword zu verwenden. Auch das ist wieder unnatürlich und wird nicht den gewünschten Effekt bringen.

Eine weitere Möglichkeit, Links aufzubauen, sind Artikelverzeichnisse. Hier kann man nicht nur einen Link hinterlassen, sondern einen ganzen Artikel schreiben, der dann alleine auf einer Seite steht. Dieser Artikel darf einen oder mehrere Links enthalten. Vorteil ist hier, das man den Link in einem stark themenbezogenen Umfeld und ziemlich alleine platzieren kann und nicht zwischen vielen anderen Links mit ähnlichen Beschreibungen wie es in einem Webverzeichnis der Fall ist. Grundsätzlich gelten die gleichen Kriterien wie bei den Katalogen. Ganz wichtig ist noch ein Punkt: Für jedes Artikelverzeichnis muss ein exklusiver Artikel geschrieben werden. Die meisten Artikelverzeichnisse fordern das, aber es ist auch im eigenen Interesse. Nur ein einmaliger Artikel bringt etwas. Das ist natürlich aufwändig, warum auch viele diese Mühe scheuen, aber der zusätzliche Aufwand lohnt sich. Wenn man so gar nicht der Schreiberling ist, der ein Dutzend verschiedene Artikel zu Papier bringen kann, helfen hier auch entsprechende Dienstleister, die Texte nach Auftrag schreiben. Das kostet nicht so furchtbar viel und spart eine Menge Zeit, die man in sinnvolle(!) Forenbeiträge oder Blogkommentare investieren kann, um die Website bekannt zu machen. Rechnet man 2ct pro Wort, ca. 300 Wörter pro Artikel und vielleicht 20 Artikel, dann kostet das ganze um die 120€.

Fazit: Linkbuilding ist viel Arbeit. Anbietern, die einem für einen pauschalen Preis 100 Links, 300 Katalogeinträge und 500 Suchmaschinenanmeldungen versprechen, sollte man widerstehen. Der Linkaufbau sollte natürlich sein. Webkataloge und besonders Artikelverzeichnisse sind ein gutes Mittel für den Anfang.

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