22. Juli 2011 FPW

Meta-Tags und SEO

Vor einigen Jahren hat es noch ausgereicht, einige Meta-Tags richtig zu füllen, um gute Platzierungen in Suchmaschinen zu erreichen. Heute sind die Meta-Tags für den Suchmaschinenoptimierer bei weitem nicht mehr so wichtig. Um welche Meta-Tags es geht, warum sich die Bedeutung geändert hat und worauf man auch heute noch achten muss, soll dieser Artikel erklären.

Was sind überhaupt Meta-Tags? Diese Tags sind für den normalen Seitenbesucher nicht direkt sichtbar. Sie stehen im Kopfbereich einer Seite. Diesen sieht man eigentlich nur im Quelltext der Seite. Das sah vor einiger Zeit etwa so aus:

</head>
<title>IMK Blog - Wissenswertes rund um SEM, SEO und Internet - Internet Marketing Kiel</title>
<meta name="title" content="SEO-Blog - News zu Suchmaschinenoptimierung, Onlinewerbung, Webdesign, Softwareentwicklung, Java, PHP, CMS" />
<meta name="description" content="Infos zu Suchmaschinenoptimierung, Onlinewerbung, Webdesign, Softwareentwicklung, Java, PHP, CMS." />
<meta name="keywords" content="Suchmaschinenoptimierung, Onlinewerbung, Webdesign, Softwareentwicklung, Java, PHP, CMS" />
<head>

Zu den Anfängen des Internets gab es noch nicht so viele Websites. Da wurden die Meta-Daten einfach mit den wichtigsten Begriffen zum Thema gefüllt. Das Beispiel oben ist noch recht zurückhaltend. Teilweise wurden hunderte Keywords so untergebracht. Das hat oft gereicht. Man konnte damit gute Ergebnisse erzielen. Die Suchmaschinenbetreiber haben aber bald gemerkt, dass sie an der Nase herumgeführt werden und haben diese Tags immer weniger für die Bewertung herangezogen.

Heute ist es so, dass man Title, Description als auch Keywords für das Ranking vernachlässigen kann. Macht man so etwas wie oben beschrieben, kann es sogar als Spam gewertet werden und zur Abwertung führen. Die Description hat, wie gesagt, keine Bedeutung für das Ranking, aber sie ist trotzdem wichtig. Google verwendet diese Beschreibung unter bestimmten Bedingungen für die Anzeige der Trefferliste. Dadurch kann man zwar nicht die Position in der Trefferliste ändern, aber man kann etwas dafür tun, dass mehr Benutzer auch auf den Treffer klicken.

Bei folgender Seite wurde keine Description hinterlegt. Google sucht sich also selbst den Text für die Trefferanzeige aus.

treffer-schlecht

Beim folgenden Treffer gibt es auf der Seite eine Description, die Google auch verwendet.

treffer-gut

Der zweite Treffer gibt viel mehr Informationen an den Leser. Auch die Hervorhebung der Begriffes Zimmerei im Text dürfte die Klickrate gegenüber der anderen Variante erhöhen. Das Meta-Tag Description sollte also vorhanden sein. Der Inhalt sollte sich, wie eigentlich die gesamte Website, am Nutzer orientieren, nicht an Suchmaschinen.

Also die Keywords können entfallen oder sollten nur sehr vorsichtig genutzt werden. Die Description ist wichtig. Was ist mit dem Metag-Tag “Title”? Dieses sollte man weglassen. Um den Titel der Webseite zu setzen, benutzt man das <title>-Tag. Den Titel ein zweites mal, vielleicht sogar in geänderter Form, in einem weiteren Tag abzulegen könnte als Spam gewertet werden.

Ein weiteres wichtiges Meta-Tag ist das Robots-Tag. Mit diesem kann man steuern, wie die Crawler/Robots der Suchmaschinen mit der Seite umgehen. Folgende Varianten sollte man kennen:

  • index,follow = Seite auslesen, allen Links folgen
  • noindex,follow = Seite nicht indexieren, aber den Links folgen
  • index,nofollow = Seite auslesen, Links nicht folgen
  • noindex,nofollow = Seite nicht auslesen, Links nicht folgen

Die ersten beiden Varianten dürften die häufigsten sein. Die Einstellung “index, follow” ist der Standard. Die Einstellung “noindex, follow” ist zum Beispiel für das Impressum, die Datenschutzerklärung oder für reine Übersichtsseiten sinnvoll. Mit “noindex, nofollow” versteckt man die Seite praktisch komplett vor der Suchmaschine. Eine Verwendung für “index, nofollow” fällt mir jetzt nicht ein. 😉

Es bleibt noch das Canonical-Tag zu nennen. Dieses kann man sehr gut nutzen, um Duplicate Content zu vermeiden. Super, einen Fachbegriff mit einem Fachbegriff erklärt. Es ist nicht sinnvoll, die gleiche Webseite unter zwei verschiedenen URLs erreichbar zu machen (Duplicate Content). Die Suchmaschinen wissen dann nicht, welches die “richtige” Seite ist und das kann Nachteile beim Ranking bringen. Manchmal lässt sich das aber nicht vermeiden. Wenn man zum Beispiel die Darstellung der Website (Schriftgröße, Farben) über einen URL-Parameter steuert, hat man das Problem. Hier hilft das Canonical-Tag. Man kann mit diesem Tag der Suchmaschine sagen, welches die richtige URL ist. Egal mit welcher URL man auf die Seite gekommen ist, die Seite wird unter der URL im Canonical-Tag indiziert.

Ein “schöner” Header sieht dann am Ende so aus:

</head>
<link rel="canonical" href="http://www.imk24.de/blog.html" />
<title>IMK Blog - Wissenswertes rund um SEM, SEO und Internet - Internet Marketing Kiel</title>
<meta name="description" content="In unserem Blog veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Informationen und Tipps für Webmaster." />
<meta name="keywords" content="Suchmaschinenoptimierung, Onlinewerbung, Webdesign, Softwareentwicklung" />
<meta name="robots" content="index,follow" />
<head>
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